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Pallava-Sandsteintempel Kailasanathar auf einer grünen Rasenfläche

Unabhängige Reisetipps für Kanchipuram

Kanchipuram Geschichte: von der Pallava-Hauptstadt zur Tempel- und Seidenstadt

Die Kanchipuram Geschichte reicht von der Pallava-Hauptstadt ab dem 6. Jahrhundert über den Tempelbau der Chola und der Vijayanagara-Zeit bis zur Seidenweberei, für die die Stadt heute bekannt ist. Hier verbindest du die Dynastien mit den Bauten, die du besuchen kannst.

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Kanchipuram Geschichte: warum die Stadt zählt

Kanchipuram, auch Kancheepuram geschrieben und oft Kanchi genannt, ist ein religiöses Zentrum in Tamil Nadu und ein Zentrum der Seidenweberei. Der Beiname lautet „Stadt der tausend Tempel“, ein Beiname und keine aktuelle Zählung. Die Geschichte der Stadt liest du vor allem an ihren Tempeln ab, denn sie tragen die Daten, Herrscher und Stile, an denen sich ein Zeitabschnitt vom nächsten unterscheidet.

Seit 2021 ist die Stadt eine City Municipal Corporation. Zur Größenordnung: Die Stadtverwaltung nennt 232.816 Einwohner nach dem Zensus 2011. Das ist ein historischer Wert und keine heutige Einwohnerzahl. Planst du einen Besuch, beginne mit der Seite Kanchipuram Tempel und komm für den Hintergrund hierher zurück.

6. JahrhundertKanchi gilt ab etwa dieser Zeit als Hauptstadt der Pallava unter Simhavishnu
1984Mahabalipurams Group of Monuments als ASI-Welterbestätte geführt
2004/2005Registereintrag zur geografischen Angabe Kancheepuram Silk
Verwitterte Steinskulptur an einer Felswand mit grünen Baumkronen dahinter

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Eine Geschichtsführung durch Kanchipuram gibt es hier nicht, deshalb ist dieser Rundgang am Shore Temple in Mahabalipuram die nächstpassende Karte zur Pallava-Geschichte.

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Die Hauptstadt der Pallava

Der UNESCO-Vorschlag für die Tempel von Kanchipuram beschreibt Kanchi ab etwa dem 6. Jahrhundert und in den folgenden Jahrhunderten als Hauptstadt der Pallava unter Simhavishnu. Das bekannteste Beispiel für Besucher ist der Kailasanathar-Tempel, ein Sandsteintempel auf Granitbasis, der dem Herrscher Rajasimha zugeschrieben wird. Seine Herrschaft setzt der Vorschlag auf 700 bis 728 n. Chr. Der Vaikunta Perumal Tempel, im Vorschlag als Paramesvara Vinnagaram geführt, gehört zur selben Tradition.

Mit den Daten einzelner Bauten ist es nicht ganz einfach. Die Distriktseite spricht beim Kailasanathar-Tempel vom 7. Jahrhundert, der Vorschlag nennt die Zeit seines Bauherrn. Am sichersten datierst du den Bau deshalb mit „Pallava-Zeit“. Heilsgeschichten über Tempelgründungen und das Alter des heiligen Mangobaums sind Glaubensüberlieferungen und keine archäologischen Daten. Unterstelle auch nicht, dass die fünf Haupttempel gleichzeitig oder unter einem Herrscher entstanden.

Chola und Vijayanagara: eine Stadt in Schichten

Die Chola machten Kanchi laut demselben Vorschlag später zu einer weiteren ihrer Hauptstädte und zu einem Zentrum des Tempelbaus. Die Distriktverwaltung nennt Krishnadevaraya aus der Vijayanagara-Zeit als Bauherrn des hohen Eingangsturms des Ekambareswarar-Tempels. Das ist die deutlichste Verbindung zwischen der Stadt und diesem Reich. Den Turm beschreibt die Seite zu den Tempeln, eine Höhe nennt sie nicht.

Für deinen Besuch heißt das: Du läufst durch eine Stadt in Schichten. Ein niedriger Sandsteintempel der Pallava, ein Vishnu-Tempel mit Säulenhalle und ein hoher Torturm eines späteren Reiches lassen sich an einem Tag sehen. Wie ein lebendiger Tempel mit langer Tradition im Alltag funktioniert, zeigt die Seite zum Varadharaja-Perumal-Tempel.

Sandsteintürme und Schreine des Kailasanathar-Tempels an einem hellen Tag

Tentative List statt Welterbe

Die Tempel von Kanchipuram stehen auf der Tentative List der UNESCO, eingereicht am 13.04.2021. Ein Eintrag dort ist ein Zwischenschritt und keine Einschreibung. Der Vorschlag umfasst 11 Komponenten, der Kamakshi-Amman-Tempel gehört nicht dazu. Mahabalipuram dagegen führt der Archaeological Survey of India seit 1984 als Welterbestätte. Deshalb werden die beiden Orte manchmal verwechselt.

Seide und geografische Angabe

Die Weberei ist die lebendige Seite der Kanchipuram Geschichte. Die Seide ist als geografische Angabe unter dem Namen Kancheepuram Silk geschützt, der Registereintrag stammt von 2004 und 2005. Das Silk Mark, das du auf einem Sari sehen kannst, zeigt reine Seide an, aber nicht, wo sie gewebt wurde. Wie das Handwerk in einen Besuch passt, erklärt die Seite zur Kanchipuram Seide.

Einen Besuch in einer Weberei kann eine geführte Tour einschließen. Für einen ersten Blick auf den Stoff selbst sind die Einkaufsstraßen und Geschäfte der übliche Startpunkt.

Von Kanchipuram nach Mahabalipuram

Die Geschichte der Pallava geht an der Küste weiter. Rund 70 km von Kanchipuram entfernt liegen die Monumente von Mahabalipuram mit Shore Temple und Rathas. Ein Routenportal nennt etwa 1,5 Stunden Fahrt, eine garantierte Fahrzeit ist das nicht. Eine geführte Runde am Shore Temple ordnet die Monumente in ihren Pallava-Zusammenhang ein. Treffpunkt ist der Eingang des Shore Temple, enthalten sind ein Guide und die Eintrittsgebühren. Es ist ein Rundgang nur in Mahabalipuram, ohne Besuch in Kanchipuram. Praktisches findest du auf der Seite zu Mahabalipuram.

Kanchipuram Geschichte: häufige Fragen

Welche Dynastien haben Kanchipuram geprägt?

Die Pallava machten es ab etwa dem 6. Jahrhundert zur Hauptstadt, die Chola später zu einer weiteren Hauptstadt, und die Vijayanagara-Zeit ist mit dem Torturm des Ekambareswarar-Tempels verbunden.

Ist Kanchipuram UNESCO-Welterbe?

Noch nicht. Die Tempel von Kanchipuram stehen auf der Tentative List, eingereicht am 13.04.2021. Das ist eine Vorschlagsliste und keine Einschreibung.

Warum heißt Kanchipuram „Stadt der tausend Tempel“?

Der Beiname steht für die Zahl und die Bedeutung der Tempel. Eine aktuelle Zählung ist er nicht.

Was verbindet Kanchipuram mit Mahabalipuram?

Beide gehören zur Geschichte der Pallava. Kanchi war eine Pallava-Hauptstadt, und Mahabalipuram an der Küste bewahrt Pallava-Monumente wie den Shore Temple.

Was bedeutet die geografische Angabe Kancheepuram Silk?

Sie ist ein Registereintrag von 2004 und 2005, der den Namen der Seide schützt. Das Silk Mark ist etwas anderes, denn es zeigt Reinheit und keine Herkunft.

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